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Römischen Grabkammer

Begegnung mit einer römischen Grabkammer

Wer mit dem Auto von Köln aus die Aachener Straße hinausfährt, der wird nach 9 Kilometer im Vorort Weiden-Lövenich, Aachener Straße 1328, eine der schönsten und besterhaltenen römischen Grabkammern finden, die nördlich der Alpen bekannt sind.

Neben einem modernen Haus, das mit dem Giebel zur Straße zeigt und in dem die Pförtnerwohnung untergebracht ist, liegt ein mit einer Glaskuppel überdeckter Bau. Wenn man seine Stufen hinuntergestiegen ist, steht man plötzlich dem Innenraum der Grabkammer gegenüber. Der unmittelbare Eindruck der antiken Sphäre ist stark. Denn die Grabkammer ist nicht leer, sondern mit Denkmälern römischer Zeit, zum Teil aus kostbarem Marmor, gefüllt. Da stehen ein großer, wannenartiger Sarkophag, links und rechts zwei Sessel aus Stein, die ein Korbgeflecht nachahmen.

Die Auffindung der Grabkammer 1843 war eine Sensation. 

Doch sehen wir uns die Grabkammer näher an. Da ist zunächst der Raum an sich! Er besteht aus einem Rechteck von 3,5 mal 4,5 Meter. Darüber spannt sich ein Tonnengewölbe. Die Höhe bis zum Gewölbeschluss beträgt etwas über 4 Meter. Die zum Teil recht großen Tuffquadern, mit denen der Bau sorgfältig errichtet ist, waren hauptsächlich mit Stuck verkleidet. In diese Stuckflächen hatte man wohl auch blaue und weiße Glasflüsse eingebettet, von denen sich eine Menge fand. Aufgegliedert ist die Kammer in drei große Hauptnischen und 29 kleine Nischen, die Aschenurnen geborgen haben.

In der großen Hauptnische links sind die beiden weiblichen Büsten aufrecht stehend gefunden worden, die männliche Büste lag umgestürzt vor der großen Nische zur Rechten. Jetzt ist eine der weiblichen Büsten in der Nische zum Eingang gegenüber aufgestellt worden. Die Büste des Mannes ist unbekleidet und gibt einen Mann von etwa 40 bis 50 Jahren wieder, also "in den besten Jahres seines Lebens".

Er trägt einen kurzen Bart auf der Oberlippe, an Kinn und Wangen, der sich an den Wangen zu kleinen Locken kräuselt. Das Haupthaar liegt ungescheitelt in dicken Strähnen dicht am Kopf an. Seine Gesichtszüge können als edel bezeichnet werden. Dieser Eindruck wird durch die lang heruntergezogene, nur schwach gebogene Nase bestärkt.

Auch die leicht S-förmig geschwungenen Nasenflügel tragen zum vornehmen Gesichtsausdruck bei; die Nasenscheidewand guckt ein wenig heraus. Der strenge, zu keinem Lächeln verzogene Mund läßt dann die ganze Würde des Mannes erkennen. Es ist der Pater familias, der sich seiner Verantwortung voll bewusst ist. Ernst blickt er drein; er hat für das Wohl seiner gesamten Familie zu sorgen und diese Sorge prägt sich in sein Gesicht ein. Fragen wir nach der Datierung dieses Kunstwerkes aus hellem, rötlich gebändertem Marmor, der freilich sehr unter der Erdfeuchtigkeit gelitten hat, so müssen wir feststellen, dass die Pupillen gebohrt sind, ein Kriterium, das erst seit der Zeit des Hadrian (117 bis 136 nach Christus) auftaucht. Die Frisur deutet am ehesten auf die Zeit des Commodus (180 bis 192 nach Christus) hin. So werden wir die Büste des Mannes um 190 ansetzen dürfen.

Auch das Antlitz der Frauenbüste, die in der großen Nische linker Hand vom Eingang steht, blickt uns ernst entgegen; die Lippen sind geschlossen. Das in der Mitte gescheitelte Haar, das am Hinterhaupt zu einem dicken Knoten zusammengefasst ist, die schwach gebogenen Augenbrauen, die klaren Augen, die lange gerade Nase bilden ein ebenmäßiges Gesicht voller Harmonie. Es ist eine Frau, wie der Mann etwa 40 bis 50 Jahre alt, die sich ihrer Aufgabe als Hüterin der Familie bewusst ist. Sie hat nicht nur für die eigene Familie zu sorgen, sondern auch für das Gesinde und den Hausstand.
Weitere Informationen finden Sie unter www.koeln.de
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