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Schäl Sick

Schäl Sick
Der Ausdruck „schäl Sick“ kommt vom kölschen Wort für blinzeln („schäle“, verwandt mit „schielen“ oder „scheel anblicken“). In früheren Zeiten, als es noch keine Dampfschifffahrt gab, wurden Kähne, sogenannte Treidelschiffe, von Pferden flussaufwärts gezogen (getreidelt). Angeblich mussten die Tiere dabei schielen, weil sie durch das vom Wasser reflektierte Sonnenlicht geblendet wurden. Diese immer wieder gerne aufgegriffene Entstehungsgeschichte ist allerdings mittlerweile widerlegt. Zum einen ist nicht nachgewiesen, dass Pferde von grellem Sonnenlicht geblendet werden und zum anderen wäre davon nicht nur einseitig ein Auge betroffen, aus dem sich eine scheele Seite ableiten ließe.
Für den Köln-Bonner Bereich bezieht sich der Begriff „Schäl Sick“ nur auf die rechtsrheinischen Stadtteile. Eine mögliche Erklärung liegt in der frühmittelalterlichen religiösen Trennung der beiden Rheinseiten. Die Römer besiedelten am Niederrhein nur die linke Seite des Flusses. Der Rhein selbst bildete die Grenze zum Römischen Reich. Erst südlich von Remagen, bei Rheinbrohl wagten sie sich auf die rechte Rheinseite und befestigten die Grenze in ihrem weiteren Verlauf mit dem Limes. Während sich das Christentum in den römischen Gebieten weit verbreiten konnte, blieben die Germanen auf der anderen Rheinseite hiervon noch lange Zeit unbeeinflusst. Die linksrheinischen Christen betrachteten die rechtsrheinischen Bewohner als Heiden, die dem Odin (Wodan) huldigten. Wodan ist bekannt als einäugiger, schielender germanischer Gott, der als hinterlistig, tückisch und unberechenbar gilt. Die schäl Sick wäre demnach diejenige Rheinseite, auf der die unkultivierten Barbaren ihren Schäl (Wodan) verehrten.
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